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Entstehung & Geologie


Die Entstehung des Eistobels

Der Eistobel entstand vor rund 15.000 Jahren, als sich gegen Ende der letzten Eiszeit im Talkessel von Ebratshofen ein Schmelzwassersee bildete. Eine Abflussrinne dieses Sees war der Ursprung der heutigen Schlucht. Im Laufe der Jahrtausende vertiefte sie sich immer mehr. Ausführlich erklärt werden diese geologischen Zusammenhänge auf der großen Schautafel des Bayerischen Umweltministeriums: Der Eistobel zählt offiziell zu den schönsten Geotopen Bayerns.

Reise in die Vergangenheit

eistobel_geologie_2.jpgWer durch den Eistobel wandert, begibt sich auf eine Reise in die erdgeschichtliche Vergangenheit. Da die unterschiedlichen Gesteinslagen hier schräg aufgeschichtet sind, durchschreitet man in der Schlucht auf wenigen Kilometern Länge einen geologischen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren – was einem 900 Meter tiefen Abstieg ins Erdinnere entspricht.

Zu Beginn der argenaufwärts gerichteten Wanderung finden sich die jüngsten Gesteinsschichten, die der Oberen Süßwassermolasse zugerechnet werden.
Etwa ab der Mitte wandert man durch die Obere Meeresmolasse, Ablagerungen eines Millionen Jahre alten Meeres. Belegt wird dies unter anderem durch versteinerte Haifischzähne, die in diesem Bereich des Eistobels gefunden wurden.

Wasserfälle und Strudellöcher

eistobel_geologie_4.jpgKaskaden, Wasserfälle und Strudellöcher machen den besonderen Reiz des Eistobels aus. Im Laufe der Jahrtausende sind sie überall dort entstanden, wo sich härtere und weichere Gesteinsschichten im Flusslauf abwechseln. Im Eistobel stürzt das Wasser mit großer Wucht über Geländestufen aus hartem Nagelfluhgestein. Befinden sich flussabwärts weichere Schichten aus Sandstein oder Mergel, werden diese durch die Kraft des Wassers allmählich abgetragen.

eistobel_geologie_5.jpgIm Laufe der Zeit bildeten sich so gewaltige Kolke und Strudeltöpfe. Einige von ihnen weisen heute eine Wassertiefe von mehr als fünf Metern auf. Wo in diesen Vertiefungen Steine durch die Strömung in rotierende Bewegungen versetzt werden, entstehen kreisförmige Strudellöcher. Schwimmen und Baden ist in den tiefen Kolken und Strudellöchern des Eistobels verboten: Gefährliche Unterströmungen und Unterwasserstrudel würden sogar gute Schwimmer in die Tiefe ziehen.

 
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